... es bricht der Stein...

 

Der Tod bricht das Leben. Nichts ist noch wie es war.

Wir fürchten ihn. Er ist unausweichlich.

In unseren Kirchen sind Kreuze. Auf unseren Friedhöfen sind Kreuze.

Wir verbinden damit den Tod.

Jesus ist am Kreuz gestorben. Seine Botschaft war für die einen befreiend, für die anderen bedrohlich. Sie wollten ihn endgültig zum Schweigen bringen.

Aber dann bricht nach der dunkelsten Nacht der Morgen an. Die Frauen, die mit Jesus gegangen waren bis zum Kreuz, gehen zum Grab und finden es leer.

„Wir stehen im Morgen. Aus Gott ein Schein

durchblitzt alle Gräber. Es bricht ein Stein.

Erstanden ist Christus. Ein Tanz setzt ein.

Halleluja, halleluja, halleluja, es bricht ein Stein.

Halleluja, halleluja, halleluja, ein Tanz setzt ein.“

Ein neues Osterlied ist das, ein Tanzlied. Der Tod bricht das Leben, aber – siehe da – es bricht ein Stein!

Es bricht ein Stein und Neues wächst und blüht. Das ist Ostern.

„Wir folgen dem Christus, der mit uns zieht,

stehn auf, wo der Tod und sein Werk geschieht,

im Aufstand erklingt unser Osterlied. Halleluja…“

Der Stein bricht und es geht weiter. Das Leben bricht den Tod.

Mit österlichen Grüßen

Hilke Osterwald